16. Zur Deutschen Gedankenentwicklung. Ein Vergessenes Streben Nach Geisteswissenschaft Innerhalb Derselben

GA 70b/1916-03-17/p011 ·1916-03-17 · original (original)
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Nicht wie eine Beurteilung von außen möchte ich das anbringen, sondern eben wie etwas, was Fichte selbst in seinem tiefsten Inneren empfunden hat. Und als was kann gerade dieser innerste Weg des Fichte’schen Strebens denn bezeichnet werden? Als begründete Überzeugung, denke ich, kann es bezeichnet werden: Das Innerste der menschlichen Seele, den Mittelpunkt des menschlichen Geistes-Seelen-Wesens so zu erkraften, so innerlich zu beleben, dass in diesem erhöhten Erleben des innersten Seelenlebens mitklingt dasjenige, was als Göttlich-Geistiges die Welt durchwebt und durchlebt, dass man in der Wesen Tiefstes nach dieser Überzeugung dadurch hineinkommt, dass man in sich das innerste Leben selber am stärksten zu machen versucht, sodass zusammenwächst das, was man in der eigenen Seele - nicht im Alltag, sondern in Feieraugenblicken des Lebens innerlich durchmachen kann, dass das zusammenwächst mit dem geistig-göttlichen Strömen selber, das aber nun nicht bloß in unserem Inneren, sondern das als die ganze Welt durchpulsend in der ganzen Natur und in allem geistigen, äußerem geistigen Leben auch zu finden ist.

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