16. Zur Deutschen Gedankenentwicklung. Ein Vergessenes Streben Nach Geisteswissenschaft Innerhalb Derselben

GA 70b/1916-03-17/p057 ·1916-03-17 · original (original)
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Der Dritte, wie gesagt, ist Hegel. Wenn bei Fichte der Wille es ist, in dem er sucht dasjenige, was durch die ganze Welt webt und west; [wenn] bei Schelling das Gemüt es war, indem gesucht wird die Liebe, die alles Äußere in Lebendigkeit erkennen kann - so ist bei Hegel vorliegend die Überzeugung, dass der Mensch, wenn er zu dem Gedanken aufsteigt, der nicht von der Sinnlichkeit durchdrungen ist, wenn er aufsteigt, der Mensch, zu dem sinnlichkeitsfreien Gedanken, und diesen sinnlichkeitsfreien Gedanken in sich wachsen und leben lässt, dass dieser Gedanke den die Seele nunmehr in sich selber erlebt, ein Strömen in der Seele ist, in dem die göttlich-geistigen Gedanken, aus denen heraus das Weltenall selber geschaffen ist, wirken und weben. In der Seele wirkt das göttliche Sein, indem die Seele sinnlichkeitsfrei denkt.

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