16. Zur Deutschen Gedankenentwicklung. Ein Vergessenes Streben Nach Geisteswissenschaft Innerhalb Derselben
Und nun entsteht vor Troxler ein merkwürdiger - ich möchte sagen - einschneidender Gedanke. Er denkt etwa das Folgende. Es geht ganz klar hervor, wenn man seine verschiedenen Schriften auf sich wirken lässt, insbesondere seine 1835 schon geschriebenen und gehaltenen Vorlesungen über jene Gegenstände. Folgender Gedanke steht vor Troxlers Seele: Es gibt eine Anthropologie, eine Kenntnis vom Menschen, sagt er. Wie entsteht sie - eine Kunde vom Menschen? Der Mensch lernt es dadurch kennen, wenn er betrachtet, was man vom Menschen mit den Sinnen und mit dem Verstande betrachten kann, der an das Gehirn gebunden ist - da entsteht die Anthropologie. Aber dieser Mensch, der mit den Sinnen schaut, durch den Verstand beobachtet - in diesem Menschen lebt der höhere Mensch. Und wir haben gesehen, wie deutlich sich Troxler auszusprechen weiß über diesen höheren Menschen. Dieser höhere Mensch mit seinem «übergeistigen Sinn» und mit seinem «übersinnlichen Geist», der kann nun auch dasjenige, was am anderen Menschen übergeistig und übersinnlich ist, betrachten. Dann entsteht so, wie auf einem niedereren Gebiet die Anthropologie entsteht, so entsteht eine höhere Wissenschaft: die Wissenschaft des Geistmenschen - Anthroposophie. Und darüber spricht sich Troxler in der folgenden Weise aus:
Cite:
GA 70b/1916-03-17/p089 · edition original