16. Zur Deutschen Gedankenentwicklung. Ein Vergessenes Streben Nach Geisteswissenschaft Innerhalb Derselben

GA 70b/1916-03-17/p110 ·1916-03-17 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

1864 schrieb das Karl Christian Planck; 1880 ist er gestorben. In den letzten Jahren hatte er sein «Testament eines Deutschen» geschrieben, worinnen er alle einzelnen Linien seiner Weltanschauung zusammengefasst hat. 1912 ist es in zweiter Auflage erschienen, dieses «Testament»; man hat sich nicht viel darum gekümmert, nicht viel damit befasst. Man hatte ja mit anderen Werken, die in demselben Verlag erschienen waren dazumal, zu tun! Man hatte sich zum Beispiel zu beschäftigen mit einer Weltanschauung, die wahrhaftig keine aus deutschem Wesen irgendwie hervorgegangene oder gar mit ihm verwandte ist! Das Genauere können Sie nachlesen in meinen «Rätsel der Philosophie». Die betreffende Stelle ist aber nicht etwa durch den Einfluss des Krieges geschrieben, sondern sie ist vor dem Kriege längst geschrieben gewesen. Die Leute hatten dazumal, 1912, zu sehr damit zu tun, Henri Bergson - ja, er heißt heute noch immer Bergson, Henri Bergson heißt er noch immer -, sich mit diesem Henri Bergson zu befassen, der, wie ich schon das vorige Mal angeführt habe, alles Mögliche an verleumderischem Zeug an hervorragender Stelle des geistigen Wirkens seinen Parisern erzählt! Nächstens wird er es auch in Schweden tun.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/70b/1916-03-17/p110.json
Cite: GA 70b/1916-03-17/p110 · edition original