16. Zur Deutschen Gedankenentwicklung. Ein Vergessenes Streben Nach Geisteswissenschaft Innerhalb Derselben

GA 70b/1916-03-17/p126 ·1916-03-17 · original (original)
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Aber gehen wir an das Ende des neunzehnten Jahrhunderts; da finden wir einen solchen Geist wie Sergius Jushakow; er hat ein Buch geschrieben, 1885; es gibt vieles von dem wieder, was gerade in diesem genannten russischen Geistesleben liegt: Er verachtet Westeuropa als etwas Greisenhaftes! Da sagt er, Jushakow: Schauen wir hinüber nach Asien, da finden wir drüben die Früchte der europäischen Kultur, die durch Russland ausgemerzt werden muss und durch etwas anderes ersetzt werden muss. Schauen wir hinüber nach Asien, da finden wir diese westund mitteleuropäischen Früchte der Kultur. Da finden wir diese asiatischen Völker, und es erinnert Jushakow an eine asiatische Legende, die wahr ausdrückt dasjenige, was in der Entwicklung der asiatischen Völker liegt. Er sagt: Diese asiatischen Völker haben selber ihr Schicksal ausgedrückt, indem sie von Ormuzd und Ahriman gesprochen haben. Da sind die iranischen Völker, zu denen auch die Perser, die Hindus gehören; sie haben zu kämpfen gehabt gegen die turanischen Völker, die unter der Führung des Ahriman stehen. Und als Ormuzds Leute haben die Iranier, zu denen die Perser und Hindus stehen, dasjenige was Ahriman an der Spitze der Turanier ihnen entreißen wollte, weil er sie zu Not und Elend zwingen wollte —, was sie sich materiell und geistig erobert haben durch ihre Kultur, das haben sie sich erobert durch die Güte des guten Geistes Ormuzd gegen den bösen Ahriman.

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