{"corpus":"steiner","locus":"GA 70b/1916-03-17/p136","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Nun ja, aber ich könnte Ihnen auch in Bezug auf die Widerlegung dieses Satzes wahrhaftig Hunderte und Hunderte von Beispielen anführen. Es sei nur Karl Christian Planck - dieser einer der deutschesten der Deutschen -, Karl Christian Planck selber angegeben: 1880 ist er gestorben in Bitternis. Und die Stumpflinge werden gewiss sagen: Aus dem Letzten, was er geschrieben hat, spricht manchmal etwas wie Größenwahnsinn heraus - nachdem ihn die Zeit selber zu einer gewissen Nervosität getrieben hatte, weil er mit dem, wovon ihm das Herz voll war, so gar nicht bei seinen Zeitgenossen ankommen konnte. Die Stumpflinge werden sagen sogar: Größenwahnsinnig ist er geworden. Aber: 1880 ist er gestorben, 1881 war schon sein «Testament eines Deutschen» gedruckt. Darinnen standen Worte, die ich Ihnen jetzt vorlesen will. 1880 waren sie also schon geschrieben. Planck - über den ganz gewiss recht praktische Diplomaten, Politiker und solche Leute, die alles vom praktischen Leben wissen, gering urteilen werden -, Christian Karl Planck sprach von dem gegenwärtigen Kriege, von diesem Krieg, in dem wir jetzt stehen. Die folgenden Worte sprach er - 1880 waren sie schon geschrieben, diese Worte des «unpraktischen Idealisten», der aber ein sehr praktischer Denker war, und den man wohl hätte hinstellen sollen gerade auf einen praktischen Posten, weil jene Kraft, die im Geistesleben webt, auch das praktische Leben richtig zu beurteilen weiß. Dieser «unpraktische» Planck, der schrieb 1880 über den gegenwärtigen Krieg, von dem er wusste, dass er kommen werde, die Worte nieder:","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"16. Zur Deutschen Gedankenentwicklung. Ein Vergessenes Streben Nach Geisteswissenschaft Innerhalb Derselben","site_heading":null,"date":"1916-03-17","location":null,"word_count":242,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/70b/1916-03-17/p136","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/70b/1916-03-17/p136"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/70b/1916-03-17/p136","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}