17. Gesundes Seelenleben und Geistesforschung
Zunächst aber möchte ich einiges Wesentliche in Bezug auf die Verfahrensarten der Geisteswissenschaft entwickeln, um so an der wirklichen Methode der Geistesforschung zu zeigen, wie wenig Berechtigung es hat, wenn auf diese Methode als auf irgendetwas hingewiesen wird, das auch nur im Allerentferntesten mit einem irgendwie krankhaften Seelenleben zusammenhängen könnte. Ich werde dabei absehen heute von dem, was ich oftmals mir hier schon darzustellen erlaubte im Laufe der Jahre; ich werde absehen von einer genaueren Schilderung desjenigen, was die Menschenseele zu vollziehen hat, um auf den Weg der Geistesforschung zu kommen und diesen Weg zu wandeln. Das Genauere über die inneren Verfahrensarten der Seele findet man ja ausführlich beschrieben in den schon öfter hier angeführten Büchern: im zweiten Teil meiner «Geheimwissenschaft im Umriss», auch am Schlusse meiner «Theosophie» und ausführlich in dem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?». [Aus diesen Schriften wird in Bezug auf die Verfahrensarten viel hervorgehen. Ich möchte heute aber schildern die Wirkung des geistesforscherischen Weges auf die Menschenseele, also nicht so sehr dasjenige, was der Geistesforscher zu tun hat, als vielmehr dasjenige, wie die Wirkung auf seine Seele ist von dem, was er zu wirken hat.]
Cite:
GA 70b/1916-03-19/p010 · edition original