17. Gesundes Seelenleben und Geistesforschung

GA 70b/1916-03-19/p012 ·1916-03-19 · original (original)
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Eine solche Entwicklungsrichtung bezieht sich nun auf das Denken. Was wird - so kann die Frage gestellt werden - mit dem, was der Mensch sein Denken nennt, eigentlich vorgenommen, wenn er geisteswissenschaftlicher Forscher werden will? In einer gewissen Weise wird dem Denken ein Anstoß gegeben - aus der Willkür der Seele heraus ein Anstoß gegeben -, sodass dieses Denken etwas anderes wird, als es im gewöhnlichen Leben ist. Im gewöhnlichen Leben entwickelt das Denken Gedanken. Diese Gedanken sind dazu da, dass sie irgendein äußeres Wirkliches abbilden. Man sagt, man habe ja dadurch einen wahren Gedanken, dass dieser wahre Gedanke sich auf ein Wirkliches bezieht, das er abbildet. Solches Ziel des Denkens ist für das alltägliche Denken und auch für das im gewöhnlichen Sinne des Wortes wissenschaftliche Denken durchaus gesund.

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