17. Gesundes Seelenleben und Geistesforschung
Aber das, was man erlebt, was sich zunächst in die Willenswirklichkeit durchwebenden Bildern, sogenannten Imaginationen zeigt - Sie finden das in den genannten Büchern ausgeführt -, das zeigt sich so, dass es so, wie es unmittelbar ist, nicht in die Erinnerungsfähigkeit übergehen kann. Und das ist ein Wesentliches dieses höheren Denkens. Weil schon kein anderer Ausdruck da ist, soll es so genannt werden: Dieses höhere Denken, das aus dem Denken heraus entwickelt wird, das kann nicht so unmittelbar erinnert werden. Das gehört einer Welt an, in der man jetzt lebt und webt, die in stetigem Werden ist, einer Welt, die vorbeihuscht. Man könnte es zunächst vergleichen mit vorüberhuschenden, nicht der Erinnerung sich einprägenden Träumen, wo diese Träume eben andersartig sind als die gewöhnlichen Träume des alltäglichen Lebens.
Cite:
GA 70b/1916-03-19/p025 · edition original