17. Gesundes Seelenleben und Geistesforschung

GA 70b/1916-03-19/p041 ·1916-03-19 · original (original)
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Würde man nur dasjenige entwickeln, was sich aus dem Denken herausholen lässt, so würde man in eine immer mehr und mehr bange, man könnte sogar sagen angstvolle Seelenstimmung kommen, zu einem Erfühlen einer inneren Einsamkeit. Dadurch, dass man loslöste vom Denken das, was von ihm losgelöst werden kann, findet man sich eigentlich nur selber, selber webend und wesend in geistigem Werden - in einem geistigen Werdeprozess. Das, was man da einseitig erleben würde, ließe sich vergleichen mit der Fähigkeit, seine Hände überall hin auszustrecken, überall hin Greifbewegungen zu machen, aber nirgend etwas ergreifen zu können. Seine eigene geist-seelische Wirklichkeit würde man erleben, aber nicht eine geist-seelische Wirklichkeit außerhalb [von] einem [selbst]. Diese geist-seelische Wirklichkeit außerhalb von einem erlebt man dadurch, dass aus dem Willenswesen das Bewusstsein, das angedeutet worden ist, herausgehoben wird. Und in und durch dieses Bewusstsein, in diesem und durch dieses Bewusstsein erlebt man jetzt eine geistige Außenwelt, wie man durch die Sinne eine physische Außenwelt erlebt.

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