17. Gesundes Seelenleben und Geistesforschung

GA 70b/1916-03-19/p052 ·1916-03-19 · original (original)
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Der Geistesforscher steht in Bezug auf diese Dinge auf dem folgenden Standpunkt, er steht auf diesem Standpunkt so, dass dasjenige, was er von ihm aus zu vertreten hat, in der Geistesforschung Praxis wird. Er steht auf diesem Standpunkt: Das gewöhnliche Geistesleben, das uns bekannt macht in gesunder Weise mit der physischen Umwelt, und mit manchem, was an der physischen Umwelt durch den Verstand begriffen werden kann, der an das Gehirn gebunden ist, dieses Geistesleben ist in seinem Denken, Fühlen und Wollen an den ganzen menschlichen Leib gebunden. Der normal organisierte ganze menschliche Leib ist das Werkzeug für dieses äußerlich gesunde Geistesleben. Wenn wahres Hellschen eintreten soll, sodass man wirklich in eine Geisteswelt hineinschaut, dann muss der Mensch sich erheben über dieses normale, an den Leib, an den gesunden Leib gebundene, gewöhnliche Anschauen der Dinge. Er muss sein Schauen umfassender machen. Und vor allen Dingen: Er muss es tauglicher, mehr dem Willen unterworfen machen. Er muss es so machen, dass - während ein großer Teil desjenigen, was im gewöhnlichen Geistesleben verfließt, eben weil der Leib als Werkzeug dient, unbewusst bleibt - im geistigen Anschauen der Mensch nicht so passiv sein kann, wie er beim gewöhnlichen Anschauen ist, sondern tätig sein muss in allem, was er sich zur Anschauung bringt; er muss Wille, innere Regsamkeit entwickeln. Kurz, der Mensch muss bei wahrem Hellsehen weiter werden in seinem Erleben, als dasjenige ist, dasjenige Erleben ist, das an den Leib gebunden ist.

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Cite: GA 70b/1916-03-19/p052 · edition original