17. Gesundes Seelenleben und Geistesforschung

GA 70b/1916-03-19/p057 ·1916-03-19 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Der wahre Geistesforscher weiß, dass das Gesichtsfeld in die Welt beim Medium - wenn auch nichts eingewendet werden soll gegen manche Forschungsmethoden mit Medien-Befragen, ich habe auch darüber schon hier gesprochen -, aber der wahre Geistesforscher sieht, dass das Blickfeld in die Welt hinaus beim medialen Schauen ein engeres ist, nicht ein weiteres, sondern ein engeres ist als beim gewöhnlichen Schauen im Alltag. Beim gewöhnlichen Schauen, bei der gewöhnlichen Wissenschaft, die einfach mit gesunden Sinnen und mit gesundem Verstande zustande kommen, erfährt man viel mehr von den Geheimnissen des Daseins als durch jede Art von Medialität, durch die man nur etwas Sonderbares erfahren kann - etwas Sonderbares, weil unter abnormen Verhältnissen eben ein geringeres Blickfeld überschaut wird. (Zwischenrufe: «Das ist falsch!»; «Oho!»).

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/70b/1916-03-19/p057.json
Cite: GA 70b/1916-03-19/p057 · edition original