17. Gesundes Seelenleben und Geistesforschung

GA 70b/1916-03-19/p064 ·1916-03-19 · original (original)
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Ich will von Äußerlichkeiten gar nicht sprechen, sehr verehrte Anwesende, will nicht davon sprechen, dass es heute noch immer Menschen gibt, die ein Wesentliches darinnen sehen, wie man sich ernährt, um auf den Weg einer gewissen Geistesforschung zu kommen! Ob man Vegetarier ist oder nicht, das ist Geschmackssache; das hängt von anderen Dingen ab. Es kann gewisse Vorteile und Vorzüge haben; aber mit demjenigen, was die intime Entwicklung des Seelenlebens ist, die die Kräfte erzeugt, von denen gesprochen worden ist, die in die geistige Welt hineinführt, hat dasjenige, was man isst oder nicht isst, unmittelbar - ich sage «unmittelbar» - nichts zu tun. Es kann das nebenher gehende Leibesleben bequemer machen; aber es hat unmittelbar nichts damit zu tun. Man kann sich in die geistige Welt nicht hinaufessen dadurch, dass man gewisse Dinge nicht isst zum Beispiel. Und derjenige, der glaubt, dass man durch solche äußeren materialistischen Vorgänge sich in die geistige Welt hinaufessen oder nicht essen — sagen wir: hungern kann, der ist ebenso auf dem Holzwege, wie derjenige, der aus seinem Materialismus heraus dasjenige annimmt, was de La Mettrie, den ich vorgestern angeführt habe als den Vater des neuzeitlichen Materialismus —, was de La Mettrie über den Einfluss der Speisen eines Mahles, der aufgenommenen Stoffe, auf das eigentliche Leben des Menschen sah. Diese Dinge sind ja einleuchtend.

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Cite: GA 70b/1916-03-19/p064 · edition original