17. Gesundes Seelenleben und Geistesforschung
Die Wahrheit ist diese: Man kann selbstverständlich ebenso gut wie durch Gescheitheit, so durch Verrücktheit zur Geisteswissenschaft kommen und ebenso gut durch seine schwachen Anlagen da zur Verrücktheit kommen, oder durch irgendwelche anders gearteten abnormen Anlagen zur Verrücktheit kommen, wenn man durch dieses oder jenes unbefriedigt ist im Leben. Man geht da oder dort hin, um Befriedigung zu erlangen, glaubt dann natürlich, in dem, was zunächst schwierig erscheint, in dem man sich wohl befinden kann, indem man in fremden, unklaren Vorstellungen, die man sich klarzumachen gar kein Bestreben hat, schwelgt, man glaubt sich dadurch von irgendwelchen Lebensbedrückungen befreien zu können. Wie viel der Geistesforschung angehängt wird gerade von dieser Seite, die also charakterisiert werden muss, das ist im Grunde genommen gar nicht erschöpfend genug zu sagen!
Cite:
GA 70b/1916-03-19/p078 · edition original