17. Gesundes Seelenleben und Geistesforschung
Ich kann in diesem Falle, sehr verehrte Anwesende, wenn sich der eine oder andere verwundern könnte, dass ich mit scheinbarer Ereiferung solche Dinge sage vielleicht - wie man immer in einem solchen Falle glauben kann -, vielleicht aus gekränkter, persönlicher Eitelkeit heraus, ich kann in diesem Falle den Gegenbeweis führen, aus der Zeitschrift selber den Gegenbeweis führen - obwohl derjenige, der mich kennt und weiß, wie ich Geisteswissenschaft vertrete, mir zutrauen wird, wenn ich sage, ob dasjenige, was ich tu und sage, einer lobt oder tadelt, persönlich ist mir das so gleichgültig als möglich! Wirklich, ob einer das, was ich tu und sage, lobt oder tadelt, persönlich ist mir das gleichgültig. Aber wenn es sich darum handelt, aufzuweisen, wo krankes oder gesundes öffentliches Geistesleben ist, da fühle ich mich aufgefordert, gerade vom Gesichtspunkt reiner Geisteswissenschaft mitzusprechen.
Cite:
GA 70b/1916-03-19/p101 · edition original