Die Offenbarungen des Unbewussten im Seelenleben vom geisteswissenschaftlichen Gesichtspunkte

GA 71b/1918-02-12/p005 ·1918-02-12 · original (original)
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Nun kann man sagen, sehr verehrte Anwesende, dass Naturwissenschaft nicht nur in dieser Beziehung der Geisteswissenschaft das Dasein, das Entstehen - kann man ja heute noch sagen - erschwert nicht nur, sondern dass auch durch die besondere naturwissenschaftliche Gesinnung, die auf diesem Gebiete erzeugt wird, sich Denkgewohnheiten, Empfindungsweisen herausbilden, die abgeneigt sind der eigentlichen geistigen Forschung. Dennoch, dasjenige, was geistige Forschung will, ist ein nicht zurückzudrängendes, im Ernst, nicht zurückzudrängendes Ziel der menschlichen Seele. Daher muss gerade in einer Zeit, in welcher durch die anerkannte Wissenschaft auf der einen Seite abgewiesen wird Geistesforschung, auf der anderen Seite Denkgewohnheiten und Empfindungsweisen herausgebildet werden, welche diese Geistesforschung antipathisch machen - es muss gerade in einer solchen Zeit, wo man wegen der allgemeinen Bildungsvorurteile sich an die Wissenschaft wenden will -, in einer solchen Zeit muss das Bedürfnis, über den Geist etwas zu wissen, erst recht erwachen.

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