Die Offenbarungen des Unbewussten im Seelenleben vom geisteswissenschaftlichen Gesichtspunkte

GA 71b/1918-02-12/p017 ·1918-02-12 · original (original)
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Eine Eigentümlichkeit - ich will nur die Dinge hervorheben, die uns dazu bringen können, das Wesen des Traumes vom geisteswissenschaftlichen Standpunkt aus zu verstehen -, eine besondere Eigentümlichkeit des Traumlebens ist eigentlich auch von denjenigen, die sich philosophisch in der Wissenschaft oder sonst wie damit befassen, viel zu wenig gewürdigt, und wir werden sehen, dass wir sie erst recht würdigen können, wenn wir andere Erscheinungen des Lebens, die dem unbewussten Gebiet des Lebens angehören, ins Auge fassen. Es ist die Tatsache, dass wir im Traume eigentlich nicht aus der gesamten Verfassung, in der wir während des Schlafens sind, der Außenwelt und dem eignen Leibe gegenüber, heraustreten. Ich habe allerdings angedeutet, dass Träume vorkommen, die auf äußere Sinnesreize hin entstehen, da scheint es, als ob wir uns zu der Außenwelt im Traume verhalten würden, während wir nichts davon wissen im Traume.

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