Die Offenbarungen des Unbewussten im Seelenleben vom geisteswissenschaftlichen Gesichtspunkte

GA 71b/1918-02-12/p047 ·1918-02-12 · original (original)
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Eine weitere Eigentümlichkeit dieses geistigen Erfassens ist die, dass in solchen Vorstellungen, wie man sie gewöhnt ist, in der physischen Welt anzuwenden, die geistige Welt zunächst vor der forschenden Seele nicht auftreten kann, sondern sie tritt auf in bildhaften Vorstellungen. Und wenn man beschreibt die geistige Welt, so ist das, wodurch man sie ausdrückt, ein Umsetzen in die gewöhnliche Sprache. Wenn Sie mein Buch «Die Geheimwissenschaft» lesen, so müssen Sie nicht glauben, dass die Art und Weise, wie die Dinge ausgesprochen sind, unmittelbar eine Wiedergabe ist des Schauens selber, sondern es ist umgesetzt in die gewöhnliche Sprache und muss umgesetzt werden in die gewöhnliche Sprache. Denn dasjenige, was unmittelbar dem Geistesforscher sich darbietet, ist zwar dasselbe, was er in Worte, in Begriffe, in Vorstellungen fasst, aber es tritt in bildhafter Weise auf. Daher kann man auch sagen: Das Bewusstsein ist nicht das gewöhnliche logische, das rationelle, sondern es ist ein imaginatives, das da zunächst auftritt. — Viele Eigenschaften des schauenden Bewusstseins könnte ich noch hervorholen. Vor allen Dingen aber muss ich die anderen Erscheinungen, die ich in Gruppen angeführt habe, gerade vom Standpunkt dieses schauenden Bewusstseins aus besprechen.

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