Die Offenbarungen des Unbewussten im Seelenleben vom geisteswissenschaftlichen Gesichtspunkte

GA 71b/1918-02-12/p072 ·1918-02-12 · original (original)
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Nun ist aber der Träumer gerichtet, wie ich sagte, mit seinem ganzen Wesen, trotzdem er im Ewigen drinnen steht, auf das Zeitliche, auf seine persönlichen zeitlichen Erlebnisse und Erlebensmöglichkeiten. Ich möchte sagen, der Künstler, der wahre Künstler wendet sich mit seinem Seelischen nach der anderen Seite. Der Träumer steht im Geistig-Seelischen, ist aber der Leibesseite zugewendet; der Künstler steht im Leiblichen, sieht aber in die geistige Welt hinein. Aber dasjenige, was er nun erlebt in der geistigen Welt, kommt ihm nicht unmittelbar zum Bewusstsein. Hineinschauen kann er nicht so in die geistige Welt, dass er den Vorgang sieht, der sich abspielt in seiner geistigen Umgebung, während sein Geistig-Seelisches dieser geistigen Umgebung gegenübersteht. Der Vorgang muss schon vorüber sein, dann tritt in das gewöhnliche wache Tagesbewusstsein das Ergebnis des geistigen Erlebens herein.

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