Die Offenbarungen des Unbewussten im Seelenleben vom geisteswissenschaftlichen Gesichtspunkte

GA 71b/1918-02-12/p073 ·1918-02-12 · original (original)
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Daher macht dasjenige, was der wahre Künstler darbietet, sogar das künstlerische Genießen, das auf ähnlichen Grundlagen beruht, mit Recht den Eindruck des Unbewussten. Unbewusst wird es erlebt; aus dem Unbewussten, nachdem es geschehen ist, tritt es herein in das, was der Mensch wissen kann, was der Mensch erleben kann. Daher erscheinen demjenigen, der eine Empfindung für solche Dinge hat, die Kundgebungen der wahren Kunst allerdings wie Kundgebungen aus der geistigen Welt. Daher erscheinen ihm auch mit Recht Schaffensarten der Künstler beeinträchtigt, wenn der Künstler das gewöhnliche Vorstellen, die gewöhnliche bewusste Logik, das gewöhnliche Beobachten der physischen Welt hereinmischt in dasjenige, was eigentlich Botschaft aus einer geistigen Welt sein soll. Damit, dass wahres Künstlertum solchen Ursprung hat, hängt alles das zusammen, was man als ein gültiges Urteil haben kann über wirkliche, echte Kunst.

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