{"corpus":"steiner","locus":"GA 71b/1918-02-12/p088","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Goethe hat sich ja ahnend ausgesprochen, wie erahnend die Stimmung der Geisteswissenschaft. Denn dasjenige, was Goethe erahnt hat, es ist in jeder Menschenseele eine Wirklichkeit. Das Weltenall jauchzt im Unterbewussten auf in der Menschenseele, indem in den Tiefen der Menschenseele das Weltenall als Geistiges dem Ewig-Geistigen im Menschen selbst entgegentritt, das Weltenall als Geist dem Geiste des Menschen gegenübersteht, der dieses Weltenall als aus seinem eignen Wesen und Weben heraus geistig zu betrachten vermag. Dasjenige, was Goethe wie ein Aufjauchzen des Weltenalls an seinem Ziele in der Menschenseele als etwas Bewundernswürdiges dargestellt hat, das erkennt die Geisteswissenschaft wirklich als das größte Unbewusste in den Untergründen der menschlichen Seele. Und Geisteswissenschaft ist dazu da, um dieses mit dem Menschenwesen, mit dem Ewigen in der menschlichen Natur unmittelbar Zusammenhängende aus dem Gebiet des Unbewussten heraufzuholen in das Gebiet des Bewussten. Geisteswissenschaft will sein die Offenbarung dieses geistig unbewussten größten Geheimnisses in der Menschennatur.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Die Offenbarungen des Unbewussten im Seelenleben vom geisteswissenschaftlichen Gesichtspunkte","site_heading":null,"date":"1918-02-12","location":null,"word_count":151,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/71b/1918-02-12/p088","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/71b/1918-02-12/p088"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/71b/1918-02-12/p088","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}