Die Offenbarungen des Unbewussten im Seelenleben vom geisteswissenschaftlichen Gesichtspunkt

GA 71b/1918-02-18/p048 ·1918-02-18 · original (original)
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Merkwürdig anders verhält es sich, wenn man durch die Übungen, die ich vorgestern geschildert habe, dazu kommt, geistige Erlebnisse zu haben. Da stellt es sich heraus, dass gerade, je öfter man versucht, herbeizuführen dieses geistige Erlebnis, desto weniger ist man geschickt dazu, dieses geistige Erlebnis zu haben. Ich betone, dass das wichtig ist. Der Seher kann nicht durch bloße Erinnerung das geistige Erlebnis wiederum in sich wachrufen, er kann nur die Vorstellung wachrufen. Will er dem geistigen Erlebnis gegenüberstehen ein zweites Mal, so muss er durch dieselben Übungen dieselben Bedingungen herstellen, sodass das Geistige als geistige Wahrnehmung vor ihm auftritt. Aber wenn man das immer wieder und wiederum macht, so macht man die Erfahrung, dass sie immer schwächer und schwächer wird.

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