Die Offenbarungen des Unbewussten im Seelenleben vom geisteswissenschaftlichen Gesichtspunkt

GA 71b/1918-02-18/p062 ·1918-02-18 · original (original)
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Der Traum selbst entsteht dadurch, dass das, was der Mensch im rein Geistigen erlebt, umgesetzt wird dadurch, dass sein Ewiges, Geistiges in einer etwas unregelmäßigen Weise sich zusammenschließt mit dem Leiblichen. Da muss ich voraussetzen, dass die wirkliche Geist-Erkenntnis, das heißt die Möglichkeit, zu beobachten das menschliche Selbstbewusstsein als Geistiges, den Menschen durch unmittelbare Beobachtung zeigt, dass wir im Schlaf und traumlosen Schlaf, nicht etwa beim Einschlafen und Aufwachen, sondern dass wir da, wenn auch mit herabgedämpftem Bewusstsein, dass wir in diesem Schlaf außerhalb unseres Leibes sind, dass wir wirklich im Einschlafen aus unserem Leibe herausgehen und beim Aufwachen wieder hereinziehen und dass das, was aus- und einzieht, eine geistige Wesenhaftigkeit ist. Das Sehertum besteht in nichts anderem, als dass das, was im Schlaf sonst unbewusst bleibt, jetzt zum Bewusstsein in der geistigen Welt erhoben wird. Der Traum entsteht dadurch, dass das, was sonst voll getrennt ist im Geist, dass das in eine teilweise unregelmäßige Verbindung mit dem Leiblichen kommt dadurch, dass es in Beziehung zum Leiblichen kommt, dass es sich einsenkt in das Leibliche, aber nicht so, dass es den vollen Leib ausfüllt, dadurch, dass es sich partiell einsenkt, dass die Nötigung entsteht, dasjenige, was da zurückbleibt vom Bewusstwerden von Vorgängen in der geistigen Welt, einzukleiden in das, was einem der Zipfel der Leiblichkeit gibt, ohne dass man schon in die ganze Leiblichkeit eingezogen ist.

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