Die Offenbarungen des Unbewussten im Seelenleben vom geisteswissenschaftlichen Gesichtspunkt

GA 71b/1918-02-18/p064 ·1918-02-18 · original (original)
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Nun zeigt sich noch etwas anderes, wenn man die Grenze des Traumlebens betrachtet im Verhältnis zu der Welt des Sehertums. Derjenige, der das Sehertum entwickelt, der lernt verstehen durch die Art der Erlebnisse, die er in der geistigen Welt erlebt so, dass er sie getrennt vom Leib erlebt, der lernt verstehen, [dass] dieses Leben zwischen Geburt und Tod, dieses Leben in der Sinneswelt, das Leben in dem Leibeskörper, nicht angesehen werden darf wie das Leben in einer Gefangenschaft. Eine falsche Askese ist es niemals, wozu die Geisteswissenschaft verführen kann. Er lernt erkennen, dass in der weisen Weltenlenkung das Verweilen im Sinnesleibe seine gute Bedeutung hat. Das Gesamtleben des Menschen, welches verfließt zwischen Daseinsformen im Leibe und außer dem Leibe zwischen Toden und neuen Geburten, dieses Gesamtleben des Menschen nimmt Verschiedenes auf.

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