Die Offenbarungen des Unbewussten im Seelenleben vom geisteswissenschaftlichen Gesichtspunkt

GA 71b/1918-02-18/p066 ·1918-02-18 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Weil nun der Traum darin besteht, dass man eigentlich ein Geisterlebtes hereinträgt durch das unvollständige Zusammenstoßen mit dem Leibe - ich kann mich über die Einzelheiten nicht verbreiten -, indem aber der Mensch als Persönlichkeit aus der geistigen Welt eintaucht, bringt er aus dieser geistigen Welt in die Leiblichkeit ein Logikloses und ein Moralloses mit, das einzig und allein in den Inhalt des Traumes eintreten kann. Daher zeigt sich der Traum ohne Logisierung und Moralisierung. Gerade dieses Eigentümliche des Traumes, wie er sich zu Moral und Logik stellt, kann nur der Seher vergleichen. So habe ich die Möglichkeit angegeben, das Traumleben zu vergleichen mit dem, was der Mensch kennenlernen kann als Inhalt der geistigen Welt. Dadurch enthüllt sich aber, dass der Traum ist ... Lücke); nur das Eigentümliche ist, dass der Mensch im Traume nicht dem Ewigen gegenübersteht. Sein Ewiges ist tätig, aber das, womit sich dieses Ewige füllt, ist das vom Leibe Kommende. Es ist das Ewige im Menschen auf das Zeitliche gerichtet im Traum. Dass aber in diesen Ereignissen das Ewige steckt, das zeigt uns gerade wirklich geisteswissenschaftliche Betrachtung des Traumes.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/71b/1918-02-18/p066.json
Cite: GA 71b/1918-02-18/p066 · edition original