Die Offenbarungen des Unbewussten im Seelenleben vom geisteswissenschaftlichen Gesichtspunkt

GA 71b/1918-02-18/p070 ·1918-02-18 · original (original)
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Etwas, was durch die gewöhnliche zeitliche Verknüpfung nicht wahrzunehmen ist, ist einfach durch ein besonders abnormes, von innen heraus angestecktes Sinnesleben für den Menschen wahrnehmbar. Es kommen Fälle vor, in denen das Geschaute, das Geahnte mit so unweigerlicher Notwendigkeit eintritt, dass man Vorsorge trifft und dass es trotzdem passiert. Nun liegt für den, der solche Dinge kennt, auch bei Somnambulem und Ähnlichem nichts anderes vor als ein solches Ferngesicht. Was hat eigentlich das Medium mitgeteilt in dem Falle von Sir Oliver Lodge? Nun, in vierzehn Tagen etwa nach der Sitzung kam in demselben Zimmer die Fotografie an. Vierzehn Tage hinterher konnte man mit dem normalen Bewusstsein diese Fotografie beschreiben. Durch ein Ferngesicht hat das Medium das beschrieben, was später angekommen ist. Nichts hat das somnambule Medium aus dem Jenseits wahrgenommen, nichts gesehen als das, was erst späteres Ereignis geworden ist, und das ganze Kreuzexperiment ist objektiv, in den Tatsachen, richtig; die Erklärung ist vollständig unrichtig.

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