Die Offenbarungen des Unbewussten im Seelenleben vom geisteswissenschaftlichen Gesichtspunkt
Das, um was es sich handelt, ist, dass man einsieht, dass durch ein somnambules menschliches Leben zwar über das, was sonst sich ereignet, anders gesehen werden kann als bei normalem Sinnes- und Denkleben, dass aber auf diesem Wege der Mensch gewissermaßen mit der Außenwelt inniger zusammengeschlossen wird, dass aber ein wirkliches Hineinschauen in die übersinnliche Welt, die der Mensch betritt nach dem Tode, in der der Mensch immer mit dem Ewigen darinnen steht, nicht möglich ist durch solche abnorme Bewusstseinsfälle, sondern nur, wenn der Mensch sich wirklich in diese geistige Welt mit vollem Bewusstsein hineinbegibt, sodass er als Geist in der geistigen Welt steht und sich unterscheiden kann von all dem, was er durch seine Leiblichkeit wahrnehmen kann. Überall da findet nicht ein wirkliches Hineinschauen statt, wo sich das Geistige mit dem Leiblichen selbst vermischt.
Cite:
GA 71b/1918-02-18/p071 · edition original