Die Offenbarungen des Unbewussten im Seelenleben vom geisteswissenschaftlichen Gesichtspunkt

GA 71b/1918-02-18/p078 ·1918-02-18 · original (original)
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So steht der Mensch nur der Hälfte des wachen Taglebens wirklich wach gegenüber; die andere Hälfte bleibt unterbewusst. Der Seher holt es herauf. Er nimmt nicht nur durch die gewöhnlichen Vorstellungen das, was wesenhaft in Gefühl und Willen lebt, wahr, sondern gestaltet um sinnlich, was er darinnen sieht. Dann aber ist dieses Erleben ein ganz Eigentümliches, ein solches, das nicht aufsteigt wie etwa beim Traum oder der Rückerinnerung an das gewöhnliche Leben, wenn der Scher seine Gefühle verfolgt - ein Menschenleben oder mehrere Menschenleben sind es, die da vor seiner Seele aufstehen; aber es ist nicht das Leben, das er verfolgen kann, wenn er rückschauend bis zur Geburt blickt; es wird ihm deutlich, dass verflossene Erdenleben in dieses Erdenleben hereinspielen.

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