Der übersinnliche Mensch und die Fragen der Willensfreiheit und Unsterblichkeit nach Ergebnissen der Geisteswissenschaft

GA 71b/1918-04-24/p007 ·1918-04-24 · original (original)
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Diejenige Weltanschauung, meine sehr verehrten Anwesenden, die ich nun seit vielen Jahren auch hier in diesen Vorträgen vertrete, sie sucht von ihren Gesichtspunkten aus über diese Fragen Klarheit zu schaffen, und sie glaubt zu erkennen nicht nur, wie der Weg geführt sein müsse, den man gehen muss, um eine menschlich befriedigende Auffassung über diese Seelenrätsel zu gewinnen; sondern sie glaubt, auch einzusehen, warum auf anderen Wegen so Widerspruchsvolles, so Ungenügendes auf diesem Gebiete zutage tritt. Ich werde allerdings, wie das gewöhnlich bei diesen geisteswissenschaftlichen Vorträgen der Fall war, genötigt sein, einen anderen Weg einzuschlagen, als derjenige ist, den die gewöhnliche Wissenschaft, wenn sie über diese oder jene Tatsache handelt, einschlägt. Dieser Wissenschaft liegen die Tatsachen vor; sie drückt sich aus über die Ergebnisse, die sie gewonnen hat, baut dann ihre Schlüsse auf diesen Ergebnissen auf. Anders muss der Geistesforscher in der Regel vorgehen, insbesondere in Bezug auf die heute zu behandelnden Fragen.

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