Der übersinnliche Mensch und die Fragen der Willensfreiheit und Unsterblichkeit nach Ergebnissen der Geisteswissenschaft

GA 71b/1918-04-24/p019 ·1918-04-24 · original (original)
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Diese Geistesforschung, ihre Charakteristik ist ja, meine sehr verehrten Anwesenden, dass man nicht die Seele so lässt zum Forschen, wie sie ist; das tut das gewöhnliche Bewusstsein; das tut auch die gewöhnliche Wissenschaft; sondern man entwickelt die Seele weiter über den Punkt hinaus, an dem sie sich selbst antrifft, wenn sie nur ihrer naturgemäßen Entwicklung sich überlässt. Die Seele des Menschen muss sich selbst in die Hand nehmen. Sie muss aus sich etwas anderes machen. Denn sie muss dazu kommen, etwas anderes zu schauen, etwas anderes wahrzunehmen, als man mit dem gewöhnlichen Erkenntnisvermögen wahrnehmen kann. Sie muss, wenn ich das von vorneherein andeuten darf, in die Lage kommen, den Geist, der im Menschen lebt, wirklich ins geistige Auge zu fassen.

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