Der übersinnliche Mensch und die Fragen der Willensfreiheit und Unsterblichkeit nach Ergebnissen der Geisteswissenschaft

GA 71b/1918-04-24/p022 ·1918-04-24 · original (original)
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Wodurch gelangt man zu dieser imaginativen Erkenntnis? Dadurch, dass man vor allen Dingen seinem Denken, seinem Vorstellen eine ganz andere Richtung gibt, als sie im gewöhnlichen Leben vorhanden sind. Man muss versuchen, ins Denken so etwas hereinzubekommen, was sonst möglichst weit weg liegt, nun, sagen wir, von der Drehorgel, von dem Beispiel, das ich eben angeführt habe. Denn durch die Drehorgel würde die Sache so, dass im Seelenleben etwas auftaucht, man weiß nicht recht was; es könnte auch überhaupt nicht bemerkt werden. Just das Gegenteil muss der Fall sein, wenn man sich zur Geistesforschung bereit machen will durch Seelenübung. Man muss in die Seele gar nichts, aber auch wirklich gar nichts hereinlassen, was nicht durch die Seele selbst in sie hereingebracht ist.

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