Der übersinnliche Mensch und die Fragen der Willensfreiheit und Unsterblichkeit nach Ergebnissen der Geisteswissenschaft
Dasjenige, was man da erlebt, man muss es sorgfältig unterscheiden können nach zwei Seiten hin. Man darf es weder verwechseln mit dem, was die Leute erleben, die unter dem Einflusse von gewöhnlichen Visionen stehen; denn gewöhnliche Visionen kommen vom Leibe, die macht man nicht selber, das sind nicht Vorgänge in der Seele. Imaginationen sind Vorgänge in der Seele. Wer nicht gelernt hat zu unterscheiden dasjenige, was Imaginationen sind, von Visionen, der wird zwar ein Visionär, der lässt allerlei Dunst aufsteigen aus seinem Leibe, aber er kann nicht ein Geistesforscher werden. Die Art und Weise, wie die Visionen entstehen, da ist man ja nicht dabei, bei dieser Art und Weise. Darauf ist großer Wert zu legen. Denn das ist etwas so Wesentliches, wie gewisse Vorsichtsmaßregeln bei chemischen, physikalischen, physiologischen Methoden sind.
Cite:
GA 71b/1918-04-24/p027 · edition original