Der übersinnliche Mensch und die Fragen der Willensfreiheit und Unsterblichkeit nach Ergebnissen der Geisteswissenschaft

GA 71b/1918-04-24/p046 ·1918-04-24 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Warum ist das so? Weil das Haupt des Menschen, meine sehr verehrten Anwesenden, nicht bloß eine fortschreitende Entwicklung hat, sondern in die fortschreitende Entwicklung Rückbildung, Rückentwicklung aufnimmt. Das Haupt baut ab, nimmt wiederum weg etwas vom graden Gang der Entwicklung; macht nicht halt, wenn die Entwicklungsströmung zu Ende gekommen ist, sondern verknöchert mehr als der übrige Organismus. Dasjenige, was sich in trivialer äußerer Weise schon an der eigentümlichen Verknöcherung des Kopfes dadurch ausdrückt, dass auch das Hauptgehirn anatomisch in einer eigentümlichen Weise undifferenziert ist; das alles, das weist nach den Tatsachen der gegenwärtigen Naturwissenschaft auch auf das hin, was hier geisteswissenschaftlich festgestellt werden muss. Wir haben es bei dem Menschen - der Mensch als Haupteswesen betrachtet - nicht mit einer geraden Linie zu tun, sondern mit einer Entwicklung, die fortschreitend ist, dann wiederum gestockt hat, zurückgegangen ist.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/71b/1918-04-24/p046.json
Cite: GA 71b/1918-04-24/p046 · edition original