Der übersinnliche Mensch und die Fragen der Willensfreiheit und Unsterblichkeit nach Ergebnissen der Geisteswissenschaft
Und hat man erkennen gelernt, wie es sich erlebt, in Imagination, Inspiration, Intuition; siehe da: Was erlebt man gegenüber dem Denken? Dass es sich so auf die Rückentwicklung des Organismus aufbaut. Man erlebt, dass in ihm, so wie es im alltäglichen Leben auftritt, wenn es ein wirkliches Denken ist, ein solches Denken, das sich nicht dem Spiel der Vorstellungen überlässt, sondern logisch sich entwickelt nach richtig oder unrichtig, dass dieses Denken ein unbewusstes Inspirieren des Menschen ist. Das ist die große Entdeckung, die man macht. Man lernt durch die Geistesforschung bewusst ins Inspiratorische sich hineinversenken. Jetzt lernt man erkennen, was richtiges und unrichtiges Denken ist. Das Inspirieren ist da, aber unbewusst. Es kommt nur zustande, indem man einsieht die Tatsache: Nun ja, es strahlt in uns etwas hinein, was uns sagt: Weise dieses ab, nimm jenes an. Aber das sind unbewusste Inspirationen. Wo kommen sie her? Das zeigt sich auch, wenn man sie geistesforscherisch anschaut, mit dem Erleben, was man in Imagination, Inspiration, Intuition hat.
Cite:
GA 71b/1918-04-24/p050 · edition original