Der übersinnliche Mensch und die Fragen der Willensfreiheit und Unsterblichkeit nach Ergebnissen der Geisteswissenschaft

GA 71b/1918-04-24/p056 ·1918-04-24 · original (original)
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Die Extremitäten überspringen die Entwicklung. Und dadurch gliedern sie sich seelisch etwas ein, was man nicht sehen kann mit dem gewöhnlichen Auge, was aber sofort auftritt, wenn man das imaginative Erleben kennt. Der Mensch enthält durch seine Extremitäten etwas, was er produziert als Imagination, was nichts zu tun hat mit seinem Leben hier im Leibe. Lernt man es nun erkennen, dieses Leben, das den Extremitäten eingegliedert ist, und nur durch Imagination zu erfassen ist, was hat man darin? Dass diesen Extremitäten eingegliedert ist dasjenige, was durch die Pforte des Todes geht, was die Grundlage ist für die Fortsetzung des Lebens nach dem Tode. Wie sich durch Inspiration im Denken auf der einen Seite bei rückentwickeltem Haupte dasjenige geistig-seelisch auslebt, was vor der Geburt, vor der Empfängnis da ist, so gliedert sich als Imagination ein dasjenige, was nach dem Tode wie ein Wagen unser Seelenleben in die geistige Welt hinausträgt.

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