Der übersinnliche Mensch und die Fragen der Willensfreiheit und Unsterblichkeit nach Ergebnissen der Geisteswissenschaft
Nun, dem Auge gegenüber ist allerdings möglich, dass ein anderer dieses Auge physiologisch, anatomisch oder sonst wie untersucht; allein ein flüchtiges Nachdenken zeigt ja, dass dies gegenüber dem eigentlichen Selbst des Menschen, das doch mehr oder weniger jeder in seinem Unterbewusstsein als ein Übersinnliches erfühlt, nicht der Fall sein könne. Es kann nicht ein anderer Mensch dasjenige, was unsichtbar übersinnlich in uns waltet, so betrachten, wie eine andere Persönlichkeit das menschliche Auge betrachten kann.
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GA 71b/1918-05-01/p007 · edition original