Der übersinnliche Mensch und die Fragen der Willensfreiheit und Unsterblichkeit nach Ergebnissen der Geisteswissenschaft

GA 71b/1918-05-01/p039 ·1918-05-01 · original (original)
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Das muss erfahren werden. Notwendig ist, sehr verehrte Anwesende, damit dieses Erfahren richtig sich einstellt, dass der Mensch unterscheiden lerne dasjenige, was ich jetzt als Imagination charakterisiert habe, von der bloßen Vision auf der einen Seite und dem bloßen Phantasiebild auf der anderen Seite. Die Vision ist immer körperlich bedingt; sie bildet für die Geisteswissenschaft nichts, was irgendwie verwendet werden kann; denn sie flutet herauf aus der leiblichen Organisation, wenn auch dieses Herauffluten noch so verborgen ist in seinem Entstehen. An dem Zustandekommen der Vision ist der Mensch nicht in seinem Bewusstsein beteiligt. So etwas sucht Geisteswissenschaft nicht.

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