Der übersinnliche Mensch und die Fragen der Willensfreiheit und Unsterblichkeit nach Ergebnissen der Geisteswissenschaft
Man gelangt dazu, in einem bestimmten Punkte seiner Entwicklung die Möglichkeit zu gewinnen, die Imaginationen nicht nur in das Bewusstsein zu rufen, sondern sie auch wieder wegzuschaffen, sie zu unterdrücken in beliebiger Weise. Dann aber sie nicht nur zu unterdrücken, sondern indem man sie unterdrückt, sind sie fort. Aber an ihre Stelle tritt etwas anderes. Die Imagination hat einen vorbereitet, hat bloß das eigene Selbst geeignet gemacht, dass etwas anderes in es hereintritt. Wenn man imstande ist, die Imaginationen durchsichtig zu machen, dann sieht man, wie man durch die Glasflüssigkeit des Auges zu dem sichtbaren Gegenstand sicht, hinein in die geistige Welt, man gelangt zu dem geistigen Schauen.
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GA 71b/1918-05-01/p044 · edition original