Der übersinnliche Mensch und die Fragen der Willensfreiheit und Unsterblichkeit nach Ergebnissen der Geisteswissenschaft

GA 71b/1918-05-01/p047 ·1918-05-01 · original (original)
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Ich muss bei solch einer Gelegenheit selbstverständlich bemerken, dass der Mensch nicht vom Morgen bis zum Abend Geistesforscher sein kann, dass es sich nicht darum handelt, dass ich einen perpetuierlichen Zustand, in den der Mensch kommen soll, schildere, sondern ich schildere das, durch das man forschend in die geistige Welt hineintritt. Gewiss, solche Dinge, wie ich sie hier geschildert, werden am meisten verdorben, wenn sie gesellschaftsmäßig in die Welt treten, weil innerhalb von Gesellschaften alle möglichen Irrtümer auftreten. Da werden die tollsten Vorstellungen oftmals verbreitet über dasjenige, was gemeint ist. Dasjenige, um was es sich handelt, ist, zu zeigen den Weg in die geistige Welt hinein. Und ebenso wenig, wie man den ganzen Tag vom Morgen bis zum Abend Chemiker ist, sondern nur, wenn man am Laboratoriumstisch seine Experimente macht, so ist man Geistesforscher nur, wenn man das ausführt, was ich geschildert habe, wenn man den Übergang findet von einem Bild, der Imagination, zu der Inspiration.

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