Der übersinnliche Mensch und die Fragen der Willensfreiheit und Unsterblichkeit nach Ergebnissen der Geisteswissenschaft
Gestatten Sie - wir sind ja keine Kinder -, dass ich mich durch einen Vergleich dieser Vorstellung, die etwas schwierig ist, annähere. Man darf dabei die Extremitäten nicht nur so betrachten, dass man sie demnach betrachtet, was ganz äußerlich ist, sondern man muss sie nach ihren Fortsetzungen nach dem Innern betrachten. In Bezug auf das rein Physische, was stellt sich denn da dar? Es stellt sich dar, dass die Extremitätenorganisation innig verwandt ist schon physisch - aber das Physische kommt für uns ja nur vergleichsweise in Betracht - mit demjenigen, wodurch der Mensch auch physisch über sich hinausgeht. Betrachten Sie bei der Frau den Zusammenhang zwischen der Armorganisation und der Brustorganisation. Betrachten Sie den Zusammenhang mit der übrigen Extremitätenorganisation, mit der Sexualität, und Sie werden erkennen, dass in Bezug auf die physische Konstitution arbeitet die Konstitution in Überentwicklung durch dasjenige, was mit der Extremitätenorganisation zusammenhängt. Der Mensch entwickelt da physisch etwas zunächst, was sich nicht einschließt in sein individuelles Leben, was darüber hinausgeht. Ebenso ist es seelisch-geistig.
Cite:
GA 71b/1918-05-01/p059 · edition original