Der Mensch und das geschichtliche und moralische Leben der Menschheit nach Ergebnissen der Geisteswissenschaft
Dann lässt er dasjenige Zeitalter beginnen, das nach seiner Ansicht noch bis in die Gegenwart hereindauert und in dem wir selber darinnen stehen: das subjektive Zeitalter, das individualistische Zeitalter. Vom fünfzehnten bis zum achtzehnten Jahrhundert bleibt das menschliche Individuum auf dem Plan; aber dieses Individuum wirkt noch nicht durch seine verinnerlichten Kräfte. Die Subjektivität, das Innerliche tritt erst ein um die Mitte des achtzehnten Jahrhunderts und macht dann das eigentlich Ausschlaggebende aus in den impulsierenden Kräften der Entwicklung des deutschen Volkes. Dieser Subjektivismus prägt sich insbesondere in den großen, klassischen Leistungen aus und so weiter, und so weiter.
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GA 71b/1918-05-03/p016 · edition original