Der Mensch und das geschichtliche und moralische Leben der Menschheit nach Ergebnissen der Geisteswissenschaft

GA 71b/1918-05-03/p017 ·1918-05-03 · original (original)
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Ich kann auf die Einzelheiten nicht eingehen. Ich wollte nur darauf hinweisen, wie in der Gegenwart immerhin aus der alten Geschichtsbetrachtung des Ranke und Ähnlicher heraus das Bestreben entstand, innerlich zu erfassen, was im Laufe des geschichtlichen Werdens lebt. Man muss sagen: Man ist in vieler, vieler Beziehung höchst unbefriedigt, wenn man diese Art der Anschauung Karl Lamprechts auf sich wirken lässt. Sie macht vielfach den Eindruck einer chaotischen, verworrenen Darstellung; aber man sieht ihr an das unmittelbare persönliche innerlichste Ringen mit gewissen Kräften, die gesucht werden, die sich ausleben sollen in demjenigen, was dann äußerlich als geschichtliches Werden sich offenbart. Man hat das Gefühl: Da sucht einer; er ist nur nach den gegebenen Zeitbedingungen noch nicht imstande, eigentlich dasjenige zu finden, was er sucht.

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