{"corpus":"steiner","locus":"GA 71b/1918-05-29/p021","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wilson will das auffassen, was er darstellen soll und was charakteristisch ist für die Entwicklung des amerikanischen Volkes, und man sieht, wie er durch Fortführung von einem Punkte zum andern in der Tat ungemein einleuchtend die ganze Darstellung der Geschichte seines Volkes herausbekommt. Er weist nach, wie alle diejenigen unrecht tun, welche eine geschichtliche Vorstellungsart auf Amerika anwenden nach dem Muster der Vorstellung, die aus England herüberkommt und die sie anwenden wollen auf das amerikanische Leben, ohne einzusehen, dass Amerika unter besonderen Vorbedingungen sein Leben gestaltet hat. Wilson will in seiner Weise das reine Amerikanertum schaffen; er macht aufmerksam, dass es eine prägnante Erscheinung gerade in Amerika ist, dass die Kultur in Amerika allmählich vom Osten gegen den Westen zog, der erst in späteren Zeiten vollständig ausgebaut war. Von Osten nach Westen sind die Menschen gezogen, überwindend die Wildnis, und er stellt dar, wie in diesem Kampfe gegen die Wildnis die amerikanische Geschichtsentwicklung liegt, wie alles dasjenige, was der Amerikaner im Leben gemacht hat, dadurch entstanden ist, dass von Osten her der Westen erobert werden musste. Nicht Politiker, nicht Diplomaten haben die amerikanische Geschichte gemacht, sondern der Jäger, der die Bäume fällte, der Ackerbauer, der in die Wildnis zog und das Feld bestellte, und das waren auch die wichtigsten Fragen, die für die Amerikaner in Betracht kamen, die Fragen der Landwirtschaft und des Ackerbaues. Von diesem Gesichtspunkt betrachtet Wilson die amerikanische Geschichte, und er kommt zur [einleuchtenden] Lösung dieser Fragen dadurch, dass er zeigt, wie diese Fragen entstanden sind und wodurch es entstanden ist, dass dieses Vordringen notwendig geworden ist von Osten nach Westen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Das geschichtliche Leben der Menschheit im Lichte übersinnlicher Wirklichkeitsforschung","site_heading":null,"date":"1918-05-29","location":null,"word_count":264,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/71b/1918-05-29/p021","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/71b/1918-05-29/p021"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/71b/1918-05-29/p021","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}