{"corpus":"steiner","locus":"GA 71b/1918-05-29/p049","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Man forscht heute im Sinne der alten Methode der Entwicklungslehre nach der geschichtlichen Anwendung, was sich darin äußert, dass man trachtet, ein Analogon sich zu bilden. Man betrachtet den Fortgang der geschichtlichen Entwicklung, den Fortgang der Menschheit [wie einen Organismus], man vergleicht das, was sich in der vorgeschichtlichen Zeit abgespielt hat, mit dem Kindheitsalter, die spätere Zeit mit der Jugendzeit, und dann kommt man darauf, wenn man die Anwendung von der früheren Zeit auf die jetzige Zeit macht, zu sagen, wie wir es «so herrlich weit gebracht» haben und wie wir unsern Verstand ausgebildet haben gegenüber unsern Vorfahren. Aber all diese Analogien zerstieben gegenüber der Wirklichkeit, wenn wir diese mit der geisteswissenschaftlichen Betrachtungsweise ansehen. Denn da ergibt es sich, dass der Mensch in den älteren Zeiten der menschlichen Entwicklung in ganz anderer Weise im Leben stand als heute.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Das geschichtliche Leben der Menschheit im Lichte übersinnlicher Wirklichkeitsforschung","site_heading":null,"date":"1918-05-29","location":null,"word_count":138,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/71b/1918-05-29/p049","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/71b/1918-05-29/p049"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/71b/1918-05-29/p049","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}