Das geschichtliche Leben der Menschheit im Lichte übersinnlicher Wirklichkeitsforschung

GA 71b/1918-05-29/p054 ·1918-05-29 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Wir finden es aber begreiflich, wenn wir wissen, dass das Erleben des Menschen in seiner Seele damals ganz anders war und dass der Mensch heute das Gleiche nicht mehr erleben kann. Der Mensch ist heute angewiesen darauf, das, was ihm das Leben nicht mehr gibt, mit seiner Seele zu erfassen, und es tritt seit der Mitte des fünfzehnten Jahrhunderts die Notwendigkeit an den Menschen heran, mit dem Verstandesbewusstsein das zu erfassen, was das Leben dem Menschen nicht mehr gibt und was durch die innern Impulse der Seele nicht gefunden werden kann. Darum verstehen wir auch jetzt erst, wie wir heute in die Wirklichkeit des seelischen Lebens hineingreifen müssen, um die Zusammenhänge zu begreifen.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/71b/1918-05-29/p054.json
Cite: GA 71b/1918-05-29/p054 · edition original