Geisteswissenschaftliche Ergebnisse über die Ideen der Freiheit und des sozial-sittlichen Lebens

GA 72/1917-11-30/p031 ·1917-11-30 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Nun, wer vorgestern meinen Auseinandersetzungen gefolgt ist, wird mich nicht in dem Verdacht haben, daß ich irgendwelche phantastische, traumhafte Dinge in die geisteswissenschaftlichen Betrachtungen einführen will; aber das muß betont werden: Das gesamte Menschenleben setzt sich zusammen aus demjenigen, was der Mensch - auf andere Wesen kann ich heute der Kürze der Zeit halber nicht eingehen -, was der Mensch erlebt im wachen Tagesleben, und dem, was sich in dieses Leben hereinstellt während des Schlafens und während des Träumens, das in chaotischen Bildern zunächst auf und ab wogt aus dem Schlafesleben. Es sind ja die merkwürdigsten, sonderbarsten Anschauungen gerade auf dem Gebiete naturwissenschaftlicher Vorstellungsart gebildet worden auch in bezug auf das Schlaf-, auf das 'Traumleben. Es würde sehr interessant sein, einmal darauf auch einzugehen. Allein, ich muß mich in bezug auf diese Dinge, die ja nur herangezogen werden sollen, kurz fassen. Vor allen Dingen hat man mit Bezug auf dasjenige, was der Fall sein soll beim Schlaf, wirklich recht merkwürdige Vorstellungen. Auf dieses muß ich doch aufmerksam machen.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/72/1917-11-30/p031.json
Cite: GA 72/1917-11-30/p031 · edition original