Geisteswissenschaftliche Ergebnisse über die Ideen der Freiheit und des sozial-sittlichen Lebens

GA 72/1917-11-30/p072 ·1917-11-30 · original (original)
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Herman Grimm hatte ganz recht — aber er wußte nur die Hälfte der Sache -, wenn er sagte: Warum ist der englische Geschichtsforscher Gibbon so bedeutend, wenn er die ersten christlichen Jahrhunderte schildert, in der Schilderung desjenigen, was da unterging? Und warum findet man in seiner Geschichtsdarstellung gar nichts von dem bedeutenden Wachstum und Werden, das durch die christlichen Impulse in die Menschheitsentwikkelung hineingekommen ist? Aus dem Grunde, weil Gibbon eben auch die gewöhnlichen Begriffe nimmt, die Begriffe des wachen Tagesbewußtseins. Die können aber auch nur dasjenige erfassen, was untergeht, die können nur den Leichnam erfassen.

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