Ist Eine Übersinnliche Erkenntnisweise Wissenschaftlich zu Begründen?

GA 73/1918-10-08/p014 ·1918-10-08 · original (original)
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Das zweite Erlebnis ist dasjenige, das er haben muß mit der Mystik. So wie er sich auf der einen Seite an die Naturwissenschaft wendet, um gerade im rechten Sinne Naturwissenschaft und Naturbeobachtung zu treiben und dadurch erkennt, warum diese Naturbeobachtung Grenzen hat, so wendet er sich nach der anderen Seite hin an die Mystik, um nicht über sie abzusprechen aus Vorurteilen heraus, sondern um ein Erlebnis an ihr zu haben, um sich wirklich lebensvoll fragen zu können: Ist durch Mystik vielleicht möglich, dasjenige zu erringen, was auf naturwissenschaftlichem Wege nicht zu erringen ist: ein Erringen derjenigen Sphäre, die jenseits der Grenze der Sinnesbeobachtungen liegt? Kann man durch Untertauchen in das eigene Selbst - dies ist ja der Weg der Mystik — den Rätseln des übersinnlichen Daseins näherkommen?

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