Ist Eine Übersinnliche Erkenntnisweise Wissenschaftlich zu Begründen?

GA 73/1918-10-08/p018 ·1918-10-08 · original (original)
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Daher sucht die hier gemeinte anthroposophisch orientierte Geistesforschung nun denjenigen Weg, der sich dann ergibt, wenn man alles erlebt hat, was für die Seelenverfassung aus diesen zwei Erlebnissen heraus zu gewinnen ist. Diese Erlebnisse selbst sind anspornend, sie drängen, wenn sie in die Seele eindringen, die Seele zum Beobachten. Zunächst drängt dasjenige, was sich ergibt über die Richtung der Naturerkenntnisse, dazu, sich zu fragen: Wie steht es denn eigentlich mit unserem Verkehr mit der Natur? Was ist denn eigentlich das Wesen dieser Naturerkenntnis? Derjenige, der vorurteilslos sich aufklärt über das Wesen dieser Naturerkenntnis, er erfährt, daß diese Naturerkenntnis entsteht, indem wir denkend wahrnehmen, was lebendig unsere Sinne hinsenden nach dem Naturdasein. Wir fassen das Naturdasein, indem wir erkennen wollen, nicht einfach als Naturdasein auf, sondern wir durchdringen es mit Gedanken. Wir haben ein unmittelbar berechtigtes Gefühl, indem wir so denkend die Naturerkenntnisse zusammenfassen, dadurch, daß uns aufleuchten die Gesetze des Naturgeschehens. Wir haben dann ein unmittelbar berechtigtes Bewußtsein, daß wir in einem irgendwie gearteten Sein verharren. Wir fühlen uns gewissermaßen wahrnehmend auch als seiende Wesen.

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