Fragenbeantwortung

GA 73a/1920-03-25/p008 ·1920-03-25 · original (original)
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Um erkenntnistheoretisch das Denken zu charakterisieren, muß man eben so vorgehen, wie der Redner des heutigen Abends vorgegangen ist. Wesenhaft, möchte ich sagen, ist das reine Denken nur in einem anderen Alter als der Wille. Der Wille, wo er noch nicht zum reinen Denken sich durchgerungen hat, ist eben jünger, ist gewissermaßen noch im Jugendalter. Wenn er sich weiter und weiter entwickelt, so erreicht er ein gewisses Alter - es ist das natürlich bildhaft gesprochen -, so gelangt er dazu, sich als reines Denken ausleben zu können, eine Steigerung wiederum. Das ist Ihnen ja heute abend ganz gut vorgeführt worden: Das reine Denken ist die Meditation. Die Meditation führt in das Leben der übersinnlichen Welt hinein.

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